GW-R1
Gerätewagen Rüstausstattung 1
Mercedes-Benz Unimog U 5023 / Land & Bau / KFB Jessen, Baujahr 2025
Kurzbeschreibung
Der Gerätewagen Rüstausstattung 1, kurz GW-R1, der Freiwilligen Feuerwehr Moorburg basiert auf einem hochgeländegängigen Mercedes-Benz Unimog U 5023. Das Fahrzeug wurde 2025 im Rahmen einer Serie von sechs neuen GW-R1 für die Freiwillige Feuerwehr Hamburg beschafft. Auftragnehmer war die Firma Land & Bau Kommunalgeräte GmbH; der Fahrzeugaufbau wurde nach Angaben von BOS-Fahrzeuge durch KFB Jessen / Jonas Jessen Fahrzeugbau ausgeführt.
Der Unimog verfügt über Allradantrieb, Singlebereifung und eine Truppkabine für drei Einsatzkräfte (1/2). Angetrieben wird er von einem 5,1-Liter-Vierzylinder-Dieselmotor mit 170 kW / 231 PS und 900 Nm Drehmoment. Der U 5023 besitzt ein vollsynchronisiertes Getriebe mit acht Vorwärts- und sechs Rückwärtsgängen.
Mit einer zulässigen Gesamtmasse von 14.500 kg, einem Radstand von 3.850 mm und seiner hohen Geländegängigkeit ist das Fahrzeug insbesondere für technische Hilfeleistungen sowie Einsätze bei Hochwasser, Unwetter und Vegetationsbränden geeignet. Der Moorburger GW-R1 kann serienmäßig Wassertiefen von etwa 80 bis 85 cm durchfahren.
Gerade im Moorburger Einsatzgebiet mit Deichen, landwirtschaftlichen Flächen, unbefestigten Wegen sowie der Nähe zur Elbe und zum Hamburger Hafen ergänzt der GW-R1 die vorhandenen Löschfahrzeuge um eine besonders geländegängige und vielseitige Komponente.
Technische Daten
| Merkmal | Daten |
|---|---|
| Fahrzeugtyp | Gerätewagen Rüstausstattung 1 (GW-R1) |
| Fahrgestell | Mercedes-Benz Unimog U 5023 |
| Baujahr / Indienststellung | 2025 |
| Kennzeichen Moorburg | HH-8185 |
| Funkrufname | Florian Hamburg Moorburg GW-R1 |
| Aufbau | Land & Bau / KFB Jessen |
| Besatzung | 1/2 |
| Motor | Mercedes-Benz OM 934 LA, 4-Zylinder-Diesel |
| Hubraum | 5.132 cm³ |
| Leistung | 170 kW / 231 PS |
| maximales Drehmoment | 900 Nm bei 1.400/min |
| Getriebe | 8 Vorwärts- / 6 Rückwärtsgänge |
| Antrieb | Allradantrieb |
| Bereifung | Singlebereifung |
| zulässige Gesamtmasse | 14.500 kg |
| Leergewicht | ca. 9.000 kg |
| Radstand | 3.850 mm |
| Höchstgeschwindigkeit | ca. 90 km/h |
| Watfähigkeit | ca. 0,80–0,85 m |
| Seilwinde | Rotzler, 50 kN |
| Löschwassertank | 2.000 Liter GFK, entnehmbar |
Die motor- und fahrgestellbezogenen Daten werden sowohl durch Mercedes-Benz als auch durch die Daten zum konkreten Moorburger Fahrzeug bestätigt.
Aufbau und Beladung
Die feuerwehrtechnische Beladung ist größtenteils auf drei rollbaren und kranfähigen Gitterboxen beziehungsweise Rollcontainern untergebracht. Diese können über die heckseitige MBB/Palfinger-Ladebordwand C1000S be- und entladen werden. Das modulare Konzept ermöglicht es, Material für unterschiedliche Einsatzschwerpunkte flexibel mitzuführen.
Zur bekannten Ausstattung gehören:
- drei kranfähige Rollcontainer für technische Hilfeleistung, Pump-, Lenz-, Beleuchtungs- und Bergungsaufgaben
- 2.000-Liter-GFK-Löschwassertank, entnehmbar
- hydraulisch angetriebene CEMO-Pumpe, etwa 100–350 l/min bei 3 bar
- Rotzler-Seilwinde mit 50 kN Zugkraft
- Palettenhubwagen
- Mehrzweckleiter
- Stromerzeuger
- Tauchpumpe TP 15
- Motorkettensäge
- Pallholz und Werkzeug
- mobile Scheinwerfer und Beleuchtungsmaterial
- C- und D-Druckschläuche
- Strahlrohre für die Wasserabgabe
- Anbauschneepflug
Damit kann der GW-R1 nicht nur für klassische technische Hilfeleistungen und Unwettereinsätze eingesetzt werden. Durch den 2.000-Liter-Wassertank, die hydraulische Pumpe und das mitgeführte Schlauch- und Strahlrohrmaterial ist er auch für die Vegetationsbrandbekämpfung vorgesehen.
Sondersignalanlage
Das Fahrzeug verfügt über ein geteiltes Hänsch DBS 850 Dachbalkensystem, eine Martin-Kompressorhornanlage beziehungsweise Martin-Horn 2298 GM, ein zusätzliches Bullhorn sowie LED-Front- und Heckblitzer. Zur rückwärtigen Absicherung sind außerdem gelbe LED-Warnleuchten verbaut.
